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Arbeitsfähigkeitsmodell zur Belastungsreduzierung in der Altenpflege

Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen steht die Pflegebranche vor neuen Herausforderungen. Zum einen steigt die Zahl der Pflegebedürftigen an, das Durchschnittsalter der Pflegenden erhöht sich stetig und die Zahl von chronischen Krankheiten, Multimorbidität und Demenz fordert veränderte Anforderungen an die Kompetenzen der Beschäftigten in der Pflege. Demgegenüber ist ein deutlicher Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt spürbar. Um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es für Altenpflegeeinrichtungen, attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, die ihre MitarbeiterInnen länger und gesünder im Beruf halten.

Projektziele

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, praxisnahe Empfehlungen zur Belastungsreduzierung in der Altenpflege in Form eines Handlungskataloges zu entwickeln. Dieser beinhaltet u. a. „good practice“ Beispiele, die in der Arbeit mit 12 Thüringer Altenpflegeeinrichtungen gewonnen werden. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der Analysephase zur Erhebung arbeitsbedingter Belastungen dazu dienen, neue Argumente für sozialpolitische Diskussionen zu gewinnen, um nachhaltige Veränderungen in der Pflegewirtschaft zu erreichen. Im Rahmen der Umsetzungsphase sollen
Führungskräfte in der Altenpflege mit Hilfe eines Instrumentes (Arbeitsfähigkeitsmodell)
unterstützt werden,

  1. physische und psychische Arbeitsbelastungen zu reduzieren,
  2. die Gesundheit der MitarbeiterInnen zu erhalten und zu fördern,
  3. damit Krankheitstage zu reduzieren und
  4. MitarbeiterInnen durch die gesundheitsfördernde Gestaltung der Arbeitsbedingungen langfristig an das Unternehmen zu binden.
Was passiert im Rahmen des Projektes:
  • eine individuelle Bedarfsermittlung zur Förderung der Arbeitsfähigkeit der MitarbeiterInnen
  • eine Begleitung bei der Identifizierung und Durchführung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen
  • die Erstellung eines bedarfsgerechten Konzeptes zum Erhalt und zur Förderung der Arbeitsfähigkeit der MitarbeiterInnen
  • die Sicherung der Nachhaltigkeit der getroffenen Maßnahmen durch eine breite Evaluierungsphase

Projektträger: Der PARITÄTISCHE Thüringen

Projektzeitraum: 01.10.2011 bis 30.09.2014